Wie viele Fans und Follower braucht man für ein erfolgreiches Pferdebusiness?

Von Wiebke


Das ist eine Frage, die meine Kunden mir häufig stellen. Manchmal kommt es mir so vor, als würden sie gerne hören, dass eine bestimmt Anzahl Fans und Follower mit einem bestimmten Einkommen korreliert. Also so nach dem Motto: „Wenn ich erstmal 500 Fans und Follower habe, läuft mein Business von allein und ich verdiene damit Betrag X pro Monat.“ Ich übertreibe hier natürlich ein bisschen 😉 und es wäre schön, wenn Kundengewinnung so einfach wäre und wir uns einfach nur auf eine bestimmte Anzahl Fans und Follower konzentrieren müssten und die Kunden dann ganz von allein kämen. Leider ist Marketing dann doch nicht so einfach 🙁 

Und leider ist die Wahrheit auch eine ganz andere: Die Anzahl der Fans und Follower muss eigentlich gar nichts mit der Anzahl der Kunden zu tun haben. Wenn ich mich bei neuen Selbständigen und bei Coaches und Berater für diese Zielgruppe umsehen, stelle ich immer wieder fest, dass viel zu viel Fokus auf die Anzahl der Fans und Follower gelegt wird, dabei wollen wir doch aber eigentlich Kunden gewinnen, oder? 

Die Anzahl der Fans und Follower steht leider viel zu oft im Mittelpunkt    

Das ist ein Phänomen, das ich seit längerer Zeit beobachte und auf das ich immer wieder angesprochen werden. Ich selbst habe keine Unmengen von Fans und Followern und das obwohl ich mich ja als „Marketingexpertin“ bezeichne. Vielleicht kenne ich mich Marketing doch nicht so gut aus?

Doch tue ich und genau deswegen konzentriere ich mich auf Kunden, nicht auf Fans und Follower. Denn mit Fans und Followern verdiene ich kein Geld. Das ist bei Influencern natürlich etwas anderes, aber für Pferdetrainer, Pferdetherapeuten aller Art, Sattler, Schmiede, Futterberater usw. gilt in der Regel, dass der größte Teil ihres Einkommens aus der Arbeit mit Kunden kommt und die muss man zunächst finden. Trotzdem scheinen Fans und Follower aber die Latte zu sein, an der man sich misst und es wird viel Zeit und teilweise auch Geld investiert, um mehr Fans und Follower zu finden. 

Fans und Follower bedeuten Reichweite – je mehr Reichweite desto besser, oder? 

Das ist einerseits richtig, denn je mehr Reichweite wir in den sozialen Netzwerken aufbauen, desto sichtbarer werden wir und desto mehr potenzielle Kunden werden auf uns und unsere Angebote aufmerksam. Das ist natürlich super.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass wir nicht immer unbedingt die „richtigen“ Leute erreichen. Arbeiten wir also vor allem lokal oder regional und möchten dies auch nicht ändern, nutzt es uns nichts, wenn wir Menschen erreichen, die hunderte Kilometer von uns entfernt wohnen. Das passiert aber häufig, wenn wir einfach Fans und Follower „sammeln“, ohne strategisch dabei vorzugehen.  

Was wenn es auf einmal keine sozialen Netzwerke mehr gibt?  

Ich weiß, das ist eine ziemlich apokalyptische Vorstellung, deswegen hier zwei Szenarien, die man sich vielleicht einfacher vorstellen kann.  

Szenario 1: Jemand hackt in dein Konto oder dein Konto wird aus welchen Gründen auch immer gesperrt oder sogar gelöscht, d. h. du hast keinen Zugang mehr zu deinen mühsam gesammelten Fans und Followern. 

Szenario 2: Die Landschaft der sozialen Netzwerke ändert sich ständig. Während in den letzten Jahren Facebook „die“ Plattform gerade für das Online-Marketing war, scheint sich in letzter Zeit vieles in Richtung Instagram zu verlagern. Wenn dieser Trend anhält und den nächsten Jahren Plattformen wie TikTok weiter wachsen und eventuell noch weitere soziale Netzwerke dazukommen, nutzen dir die Fans und Follower auf Facebook nichts mehr, wenn die Party in einem anderen sozialen Netzwerk stattfindet. 

Die Lösung: eine Strategie für deine Fans und Follower 

Grundsätzlich ist es natürlich gut, so viele Fans und Follower wir möglich zu sammeln, um die Reichweite zu erhöhen und sichtbarer zu werden. Wichtig ist aber, die „richtigen“ Fans und Follower anzusprechen, als potenzielle Kunden. Wenn man mit organischem, also unbezahltem Marketing, arbeitet, ist das manchmal nicht so einfach, denn man kann ja nicht wirklich kontrollieren, wer die Businessseite auf Facebook oder das professionelle Instagramprofil abonniert.

Trotzdem kann man Beiträge so gestalten, dass sie eine bestimmte Zielgruppe besonders ansprechen. Bei Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken ist dies deutlich einfacher, weil man sich auf bestimmte geografische Regionen konzentrieren kann und die Anzeigen dann Nutzern außerhalb dieser Regionen gar nicht angezeigt werden. 

Noch wichtiger finde ich aber, für die Zukunft vorzusorgen, sprich für den Fall, dass du keinen Zugriff auf deine Profile in den sozialen Netzwerken haben solltest oder sich die Hauptaktivität deiner potenziellen Kunden auf eine andere Plattform verlagert. Die beste Möglichkeit hierfür ist eine Newsletterliste. Versuche so viele deine Fans und Follower wie möglich dazu zu animieren, deinen Newsletter zu abonnieren. Diese Liste mit potenziellen Kunden ist deutlich „sicherer“ als die sozialen Netzwerke. Zum einen ist sie deutlich besser vor Hackern oder Sperrungen durch die sozialen Netzwerke geschützt, zum anderen ist sie vollkommen unabhängig davon, d. h. du hast weiterhin Fans und Follower auf dieser Liste, auch wenn sich die Landschaft der sozialen Netzwerke verändert. 

Sammel also nicht nur blind Fans und Follower, sondern überlege dir auch die nächsten Schritte auf dem Weg zum Kunden. Zusammengefasst: Überlege dir genau, wer deine potenziellen Kunden sind und gehe dann gezielt vor, um neue Fans und Follower zu sammeln, die potenzielle Kunden sind. Entwickle dann im zweiten Schritt eine Strategie, um diese Fans und Follower von den sozialen Netzwerken auf deine Newsletterliste zu bekommen.  

Brauchst du Hilfe bei der Entwicklung deiner individuellen Strategie für die sozialen Netzwerke? Ich helfe dir gerne weiter. Buche einfach einen Termin für ein kostenloses Strategiegespräch und wir überlegen gemeinsam, wie du dafür sorgen kannst, dass aus Fans und Followern zahlende Kunden werden.