Haben Pferdebesitzer wirklich kein Geld?

Von Wiebke


Hörst von Pferdebesitzern auch häufig, dass sie kein Geld haben? Behandlung oder Therapie zu teuer, Training zu teuer, Kurs zu teuer, Weiterbildung zu teuer? Pferd kostet so schon genug, da reicht es einfach nicht mehr für dich und deine Dienstleistung? Das ist nicht ungewöhnlich und geht den meisten Dienstleistern rund ums Pferd so. Angefangen vom Einstellbetrieb, über den Tierarzt bis hin zu Trainern und Therapeuten. Aber haben Pferdebesitzer wirklich kein Geld? 

Das kann man wahrscheinlich nicht pauschal sagen. Es gibt sicherlich Pferdebesitzer, die auf vieles verzichten, um sich ihr Pferd leisten und im Bedarfsfall Behandlungen bezahlen zu können. Ich beobachte aber zunehmend ein sehr interessantes Phänomen: Pferdebesitzer haben für einige Dinge Geld für andere aber scheinbar nicht. Wirft man mal einen Blick in die Spinde, sind die meist gut gefüllt – auch mit Sachen, die nicht schon seit zehn Jahren darin liegen. Rechnet man mal zusammen, was die ganzen Möhren, Äpfel, Bananen usw., die regelmäßig in rauen Mengen auf den Hof geschleppt werden, pro Monat kosten, kommt man ebenfalls auf einen ansehnlichen Betrag. Es ist also Geld vorhanden – heißt das, dass die Pferdebesitzer lügen, wenn sie sagen, dass sie kein Geld haben? 

Die Antwort ist ganz klar nein. Es ist alles eine Frage der Perspektive und der Prioritäten – und leider auch des Marketings. Schaut man sich einmal an, mit wem wir als Selbständige um das Geld der Pferdebesitzer konkurrieren, sind das einige sehr großen Marken mit noch größeren Marketing- und Werbebudgets. Futtermittelhersteller, Bekleidungshersteller, Anbieter für alle möglichen Ausrüstungsgegenstände fürs Pferd – von der Winterdecke bis hin zur Schabracke, mit allem farblich darauf abgestimmtem Zubehör. Da hat man es als Einzelkämpfer natürlich deutlich schwerer, um die Gunst (und die Euros) der Pferdebesitzer zu buhlen. Erschwerend kommt hinzu, dass die angebotenen Dienstleistungen in der Regel nicht so sichtbar sind, wir das neue Outfit von Pferd und Reiter. Natürlich ist davon auszugehen, dass man nach einigen Trainerstunden oder einem Kurs besser reitet oder das Pferd „besser läuft“. Auch eine Behandlung hat natürlich einen positiven Effekt auf das Pferd, aber es ist eben nicht so deutlich sichtbar.  

Der Ball liegt also nicht auf der Seite der Pferdebesitzer, sondern auf der der Dienstleister. Es ist unsere Aufgabe, sichtbarer zu werden und dafür zu sorgen, dass Pferdebesitzer den Mehrwert unserer Angebote sehen und anerkennen. Denn wir möchten ja nicht nur das Geld der Pferdebesitzer, wir möchten ja auch eine positive Veränderung bei Pferd und Reiter bewirken. Damit haben wir einen Vorteil gegenüber den meisten Produktanbietern. Oft sind es nur die Pferdebesitzer, deren Pferd über einen längeren Zeitraum verletzt oder krank war, die ein gesundes Pferd nicht mehr als selbstverständlich ansehen und diesen Zustand zu schätzen wissen. Diese Pferdebesitzer setzen dann auch andere Prioritäten – von der zwanzigsten Schibbi-Schabbi hin zu einer regelmäßigen osteopathischen Behandlung, zu gutem, gesundheitserhaltendem Training, zu einem Stall, in dem nicht auf Kosten der Pferde Einsparungen vorgenommen werden. 

Also als Pferdepros ist es unsere Aufgabe, uns so zu vermarkten, dass Pferdebesitzer den Wert unserer Dienstleistungen erkennen und bereit sind Geld dafür auszugeben. Damit meine ich keine Tricks und Manipulationen, sondern Aufklärung, Information und Beratung. Das ist es, was gutes Marketing ausmacht, gerade wenn man es mit Pferdebesitzern zu tun hat.  

Bist du dir nicht sicher, wie du deine Angebote individuell und effektiv vermarkten kannst, um mehr Kunden zu gewinnen? Gerne unterstütze ich dabei, die für dich richtige Strategie zu finden. Buch einfach ein kostenloses Strategiegespräch und wir überlegen gemeinsam, wie du dich am besten vermarkten kannst.

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