Eignet sich Pinterest als Marketingtool für dein Pferdebusiness?

Von Wiebke


Pinterest ist eines der sozialen Netzwerke, mit dem viele Menschen noch nicht wirklich etwas anfangen können. Wie pinnt man, was pinnt man und die wichtigste Frage – Was bringt es mir als Pferdepro? Kann ich damit wirklich neue Kunden gewinnen? Vor allem diese letzte Frage beantworte ich dir in diesem Blogartikel. 

Wie funktioniert Pinterest eigentlich?   

Das Geheimnis von Pinterest liegt darin, dass es eigentlich gar kein soziales Netzwerk ist, auch wenn es immer wieder im gleichen Atemzug mit Facebook oder Instagram genannt wird. Tatsächlich ist Pinterest aber eine Suchmaschine die man sich wie Google mit Bildern und einfachen Speichermöglichkeiten vorstellen kann. Man sucht also Informationen zu einem bestimmten Thema, z. B. Reiten, Bodenarbeit, Pferdegesundheit usw. Die gefundenen Informationen kann man dann auf eine seiner Pinnwände pinnen, um zu einem späteren Zeitpunkt ganz einfach wieder darauf zugreifen zu können. Diese Pinnwände kann man thematisch sortieren, sodass alle Informationen einfach und übersichtlich geordnet sind.  

Für die Ersteller von Inhalten wie Blogs oder Podcasts bietet Pinterest so die Möglichkeit, im Internet gefunden zu werden und die Inhalte wie in einem Schneeballsystem an verschiedene Interessenten weiterzugeben, indem sie von einer öffentlichen Pinnwand auf die nächste gepinnt werden und so immer neue Nutzer erreichen.  

Weil Pinterest eine Suchmaschine ist, ist sie so angelegt, dass du alle deine Pins mit deiner Website verlinken kannst und so neue Besucher und damit hoffentlich potenzielle Kunden über deine Angebote informieren kannst. 

Was braucht man, um Pinterest effektiv nutzen zu können? 

Im Prinzip kann man jedes Bild auf Pinterest pinnen. Wenn du also Bilder von dir selbst und deiner Arbeit hast, kannst du diese auf Pinterest pinnen und mit deiner Website verlinken. Das funktioniert in der Realität aber leider nicht so gut. Erstens ist es nämlich so, dass Pinterest ein bestimmtes Format für Pins bevorzugt, dem einfache Bilder nicht entsprechen und zweitens sind diese Bilder in der Regel nicht mit einem Text versehen, der dem Nutzer mitteilt, was sozusagen hinter dem Pin steckt, also auf welche Inhalte er sich freuen kann.  

Am besten funktioniert Pinterest, wenn du einen Blog oder auch einen Podcast hast. Du kannst dann für jeden Blogbeitrag oder jede Podcastfolge verschiedene Pins erstellen, die aus einem Foto und einem Text bestehen, die den Nutzer neugierig auf das machen, was dahintersteckt – also deinen Blogartikel oder deine Podcastfolge. Sind die Nutzer neugierig geworden, klicken sie auf den Pin, gelangen von dort aus auf deine Website und finden dort dein Angebot, für das sie dich im besten Falle dann kontaktieren.  

Das Ganze hört sich auf den ersten Blick vielleicht etwas kompliziert an, ist es aber gar nicht. Man sollte sich aber eher die Frage stellen, ob sich der Aufwand mit Pinterest überhaupt lohnt.  

Kann ich als Pferdepro neue Kunden über Pinterest gewinnen? 

Das ist eine Frage, die sich pauschal nicht beantworten lässt, denn jedes Pferdebusiness ist anders. Grundsätzlich hängt die Entscheidung für oder gegen Pinterest aber von deinem idealen Kunden ab. Arbeitest du eher lokal, dann würde ich Pinterest nicht als Marketingtool empfehlen, da du nicht wirklich steuern kannst, wer deine Pins sieht. Wenn du also nur in einem Umkreis von 30 oder 40 km um deinen Wohnort arbeitest, nutzt es dir nichts, über Pinterest ganz viele Leute zu erreichen, die weiter weg wohnen. Um Menschen in deiner Umgebung zu erreichen, gibt es Marketingmöglichkeiten, die deutlich effizienter sind. 

Damit Pinterest gut funktioniert, musst du sehr regelmäßig und auch relativ viel pinnen. Experten sagen, dass es rund 80 bis 100 Pins pro Tag sein sollten, für unsere Plattform Pferdegewieher pinnen wir 20 Pins pro Tag. Auch wenn es hierfür Tools gibt, die die Arbeit vereinfachen, müssen die Pins trotzdem zunächst in Canva oder einem ähnlichen Tool erstellt werden. Das kostet Zeit. Für die Pins benötigt man wie bereits gesagt auch Inhalte wie einen Blog oder einen Podcast. Auch das kostet Zeit. Wenn du Pinterest als Marketingtool nutzen möchtest, solltest du dir also genau überlegen, ob du so viel Zeit investieren möchtest. 

Verfügst du bereits über viele Inhalte wie einen Blog oder einen Podcast oder planst du fest ein, in der näheren Zukunft mehr Inhalte zu erstellen und arbeitest du im gesamten deutschsprachigen Raum oder bietest z. B. Onlinekurse oder Onlinecoaching an, dann ist Pinterest sicher eine gute Plattform, um mehr Traffic für deine Website zu generieren. Dazu solltest du aber unbedingt deine Website so optimieren, dass dir die vielen Besucher auch etwas bringen. Denn nur von Websitebesuchern alleine kann man ja nicht leben 😉 Deine Website sollte also unbedingt aktuell sein, Angebote sollten leicht zu finden sein und vielleicht hast du auch ein kostenloses Angebot, mit dem du die Websitebesucher dazu motivieren kannst, sich für deinen Newsletter einzutragen.  

Fazit

Du siehst also, es lässt sich nicht pauschal sagen, ob Pinterest sich als Marketingtool für dein Pferdebusiness eignet. Dies ist eine strategische Entscheidung, die von deinen Businesszielen, deinen idealen Kunden und deiner verfügbaren Zeit (oder auch von dem Budget, wenn du dich dafür entscheidest, diese Aufgabe auszulagern) abhängt. Ist für dich Pinterest der richtige Weg?

Lass uns gerne drüber reden, in einem kostenlosen Strategiegespräch. Hier kannst du dir einen Termin buchen!